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Dieser Podcast dient der puren Freude am Diskurs in sich verändernden Gesundheitsmärkten. Frank Stratmann ist bekannt unter dem Pseudonym BETABLOGR. Er sagt: "Verändern wir die Verhältnisse, wandeln sich die Beziehungen". Er ist überzeugt von der Idee, ein smartes Versorgungskontinuum entsteht allein durch das kreative und emergente Zusammenhandeln aller am Gesundheitsgeschehen Beteiligten. Sein Podcast ist eine Offensive für einen neuen Realismus im Gesundheitsgeschehen und überrascht mit ungewohnten Inhalten. Neue Folgen gibt es immer, wenn ihm etwas einfällt.

BETABLOGR - Der Podcast Frank Stratmann

    • Business

Dieser Podcast dient der puren Freude am Diskurs in sich verändernden Gesundheitsmärkten. Frank Stratmann ist bekannt unter dem Pseudonym BETABLOGR. Er sagt: "Verändern wir die Verhältnisse, wandeln sich die Beziehungen". Er ist überzeugt von der Idee, ein smartes Versorgungskontinuum entsteht allein durch das kreative und emergente Zusammenhandeln aller am Gesundheitsgeschehen Beteiligten. Sein Podcast ist eine Offensive für einen neuen Realismus im Gesundheitsgeschehen und überrascht mit ungewohnten Inhalten. Neue Folgen gibt es immer, wenn ihm etwas einfällt.

    Pilotitis

    Pilotitis

    »Keine Idee ist so genial, dass ihre Umsetzung nicht vermasselt werden könnte«.

    Geistesblitze selbst haben es schon schwer genug, überhaupt operativ Stellung zu beziehen. Alles, was im Bereich der Healthcare Innovationen den ersten Schritt schafft, bekommt häufig später Schwierigkeiten, wie mir Rudi Schmidt auf Linkedin schreibt.

    Oft bleiben medizintechnische Vorhaben, die das Digitale berücksichtigen, in der Pilotphase stecken. Der Mangel an klinischer Evidenz und der Notwendigkeit, sich mit den wirtschaftlichen Anreizen und Finanzierungsstrukturen auseinanderzusetzen, hat einen Namen: Pilotitis.

    Zudem bleiben viele Projekte, die sich nicht als weltweit aufgestellte Plattform definieren und national auf regulierte Märkte und dazugehörigen Debatten treffen, gerade deshalb auf der Strecke. Ebendarum sind lokale und globale Allianzen essenziell für Start-ups, die zügig aus der Startphase herauskommen wollen. Wer fünf Jahre oder länger benötigt, gilt als gefährdet.

    Mich interessiert das, weil ich meine Arbeit als Hilfe verstehen möchte, das Verständnis einer traditionellen Innovationskultur zu überwinden. Das gilt insbesondere für meine Kundensegmente der professionell versorgend am Gesundheitsgeschehen Beteiligten; kurz die Ärzteschaft und ihre Organisationen. Das beginnt schon damit, dass man den Umgang mit Healthcare-Innovationen lernt, um diese auf ihren normativen Kern hin überprüfen zu können. Arztpraxen und Gesundheitseinrichtungen integrieren zwar neue Technologien, glauben aber, diese seien primär für Ärztinnen und Ärzte entwickelt worden. Patientenzentrierte Lösungen, die manchmal gar nichts mit Technik zu tun haben, sondern auf eine neue Gesundheitskultur einzahlen, bleiben unberücksichtigt. Das darf sich ändern und ich bin gern mit dabei.


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    • 1 min
    Mensch und Maschine lassen sich nicht miteinander vergleichen

    Mensch und Maschine lassen sich nicht miteinander vergleichen

    Wir müssen sofort aufhören, Maschinen mit Menschen zu vergleichen. Ich warne davor, solche Vergleiche beiseite zu ignorieren. Der Beitrag ist heute etwas länger geworden, weil er die Grundlage legt für eine Kritik an unserer Vorstellung dazu, was intelligent ist.

    Ich unterscheide ab sofort zwischen Spiritueller Intelligenz (SQ), Emotionaler Intelligenz (EQ), kognitiver Intelligenz (IQ) und Maschineller Intelligenz (MQ), die viele als künstlich erahnen. Ich widerspreche jedem Vergleich und setze die drei ersten Aspekte gegen den vierten Umstand, dass wir idealisierte Denkmodelle erschaffen, die auf Mathematik beruhen.



    Den Text kannst Du in meinem Blog lesen. Ansonsten wird das Thema in den kommenden Tagen auch im Linkedin Newsletter GESUNDHEIT passiert! erscheinen. Außerdem bei XING News. Halte die Augen und Ohren offen, wenn Dich das Thema genau so beschäftigt wie mich.


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    • 9 min
    Von Superlativen im Gesundheitssystem

    Von Superlativen im Gesundheitssystem

    Was verstehen wir dann heute unter einem Gesundheitssystem? Ich weiß es nicht. Auf mich wirkt das in etwa so abstrakt, wie wenn Kommentare zur Geopolitik von »dem Westen« sprechen.

    Ich neige deshalb zum Begriff Gesundheitsgeschehen. Das bleibt genau so wage, aber unverdächtig. Superlative werden nicht gebraucht. Im Begriff Gesundheitsgeschehen steckt die Tatsache, dass Gesundheit passiert. Zunächst einfach so. Weil der Mensch ist. Das ist die eigentliche Singularität, die wir wieder in den Blick nehmen sollten. Gesundheit bleibt auf absehbare Zeit ein eher evolutionäres Konzept.

    Interessant wird es, wenn man in Krankheit geworfen wird. Eine Krankheit hat man. Gesund ist man. Eine Krankheit gibt man ab. Gesund bleiben ist ein lebenslanges Projekt. Gesund sterben, wäre ideal.

    Hören Sie rein, lesen den Beitrag auf https://blog.betablogr.de oder im Newsletter »Gesundheit passiert!« auf Linkedin.


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    • 6 min
    Vom Chip zur Dystopie

    Vom Chip zur Dystopie

    Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, Deinem Kind einen Chip zu implantieren? Das wäre doch praktisch. So könntest Du jederzeit dessen Standort bestimmen. Zugegeben, ich bin spät dran, diese verstörende Überzeichnung elterlicher Fürsorge anzusprechen.

    Schon Ende 2017 begann eine Diskussion dazu, wie weit der Kontrollzwang verunsicherter Eltern einer von Technologie durchwirkten Wohlstandblase gehen darf. Mit Arkangel zeigte Regisseurin Jodie Foster in der zweiten Folge der vierten Staffel von »Black Mirror«, in welchen Wahnsinn wir mithilfe digitaler Möglichkeiten geraten könnten.

    Zunächst ist man als Zuschauer empathisch mit der alleinerziehenden Mutter Marie. Man kann ihre Sorgen verstehen. Diese stumme Unterstützung verpufft nicht einmal, als bei dem Kind ein Implantat gesetzt wird. Diese kleine Unsichtbarkeit im Gehirn der Tochter erlaubt es Marie, das Seh- und Hörvermögen ihrer Tochter Sara mit einem Tablet-Computer zu überwachen. Auch medizinische Live-Daten und frühere audiovisuelle Feeds lassen sich mit dem Implantat nachvollziehen. Im Verlauf wandelt sich das Gefühl aus seichter Unterstützung für die Mutter zu einem subjektiven Anfall von Ekel. Dass die Serie nur Fiktion sei, gilt als Argument für ein Negieren nicht. Denn alles Schein ist Sein. Die Idee ist in der Welt.

    Neulich wurde mir mithilfe kontextsensitiver Werbung ein GPS-Sender für Hunde angeboten. Das Netzwerk weiß, dass wir neuerdings einen Hund haben. Vorgestern fragte ich an dieser Stelle: »Was ist der Mensch?« Ich folgte meinem eigenen Rat und schaute auf unseren Hund. Dabei erinnerte ich mich an ein Gefühl, neulich bei unserer Tierärztin.

    Hunde werden in Europa gechipt. Das hatten wir hinnehmen müssen. Als Bürger ohne Hund war uns nie in den Sinn gekommen, uns in das Für und Wider für einen Erlass, der ein solches Implantat zur Pflicht macht, einzumischen. Die Information drang erst mit der Anschaffung eines Hundes zu uns durch und sogar da klang das noch vernünftig. Hund plus Chip verspricht weniger Verlustangst. Von unserer Tierärztin erfuhren wir noch, dass die Chips der neueren Generation auch Vitaldaten wie Körpertemperatur messen. Wow.

    Im Jahr 2017 sprach Sascha Lobo beim DRG-Forum und sagte, er glaube nicht daran, dass Menschen in absehbarer Zeit akzeptierten, sich Technologie implantieren zu lassen. Tracker würden zwar am Körper, aber nicht im Körper akzeptiert; wenn er sich da mal nicht getäuscht hat. Damals fand eine – zugegeben wenig belastbare – Marktforschung heraus, dass sich 5 % der amerikanischen Frauen einen Chip im Arm vorstellen können. Für bessere Shoppingerlebnisse.

    Ist es nicht so, dass hier sensorische und soziale Anpassung miteinander kollidieren?

    Bei unseren Hunden haben wir eine moralische Grenze bereits überschritten. Wir implantieren einen Sensor. An den Fremdkörper gewöhnt sich das Tier schnell. Unterdessen wird die Sensorik unserer Moral gestört, ohne dass es uns ernsthaft kümmert. Die Omnipräsenz von Technologie in unseren Lebenswirklichkeiten, lässt niemanden ernsthaft aufbegehren. Klingt doch alles logisch. Wir schützen auf diese Weise ein unberechenbares Lebewesen seiner selbst willen. Das ist gewissermaßen ein göttlicher Dienst am Tier; vom Menschen erdacht.

    Mit den hinter der Vorschrift liegenden Motiven, die den Einsatz dieser Technologie erzwingen, setzen wir uns lieber nicht auseinander. Nicht, dass wir eine rechtsstaatlich legitimierte utilitaristische Dystopie erkennen, die mit der Fiktion in Arkangel bei Black Mirror Schritt halten könnte.

    Es gibt bereits einen Markt für diese Art der Überwachung. Die passenden Geschäftsmodelle liegen heute schon im Gewand bunter Plastikuhren für Kinder in den Läden für Telekommunikationsbedarf.

    Ich habe die Befürchtung, es könne der Tag kommen, an dem wir das maximal miniaturisierte Gadget an unseren Handgelenken schlucken oder bereits pränatal injiziert bekommen. Auch wenn ich meine Wanderungen mi

    • 4 min
    Wir denken nicht mehr

    Wir denken nicht mehr

    Die Überfülle an Informationen und die Vielzahl an Weltanschauungen, die uns heute über das Internet zur Verfügung stehen, produzieren keine kohärente Konsensrealität (mehr), sondern eine Wirklichkeit, die vom fundamentalistischen Beharren auf simplifizierenden Narrativen, Verschwörungstheorien und postfaktischer Politik zerfressen ist.

    Beim Lesen dieses Satzes im Buch New Dark Age von James Bridle erinnere ich mich an die Behauptung, wir hätten verlernt zu denken. Denken ist meine Prämisse für das tätige Zusammenhandeln, auf das ich nicht nur im beruflichen Kontext beharre. Damit meine ich nicht das Denken an den ersten Kaffee am Morgen oder das Schwelgen in Erinnerungen.


    Denken, das eher Sinn ist als Tätigkeit.
    Denken, das gar nicht erst stattfindet, weil wir von zu vielen Informationen umgeben sind, die erst einmal bewertet werden wollen, bevor wir uns den dahinterliegenden Bedeutungen zuwenden.

    Und dann ist auch schon Abend und der Kopf rast. Wir kommen nicht zur Ruhe und die Gedanken laufen durch, wie Shorts oder Reels oder wie auch immer wir die medial in Szene gesetzte Wirklichkeit anderer Menschen nennen.

    Die jetzt ausgehende Postmoderne hält einige Aufgaben für uns bereit. Dazu zählt auch, dass wir die Versprechungen der Aufklärung noch einmal hinterfragen. Mit Aufklärung verknüpfte sich der Gedanke, mit bislang nicht zugänglichen Informationen sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, um sich aus der selbst verschuldeten Unmündigkeit zu befreien.

    Jetzt, am Ende der Zukunft, taumeln wir erneut. Ein Zurück gibt es nicht. Wir werden wieder denken müssen und dafür in Kauf nehmen, nicht alle Informationen zu haben. Informationen, die uns vom eigentlichen Akt abhalten. Wer aber hilft uns, zu sortieren, worauf es ankommt?

    Ich plädiere dafür, stets eine Frage voranzustellen, die oft vergessen wird, wenn wir erinnert werden an Kants Dreiklang aus:


    Was kann ich wissen?
    Was soll ich tun?
    Was darf ich hoffen?

    Die vierte Frage ist etwas, an das es sich zu lohnen denkt und deshalb stelle ich sie einfach jetzt und hier als Inspiration und Kompass. Vielleicht ist die Frage eine Orientierung, die Dir dabei hilft, die Überfülle an Informationen einfach mal zu ignorieren und die Vielzahl der Weltanschauungen, die auf Dich einprasseln, unberücksichtigt zu lassen. Vielleicht hilft die Frage auch, das Plateau einer kohärenten Konsensrealität zu erreichen, wo man nicht gleich das Gefühl haben muss, einem fundamentalistischen Beharren ausgesetzt zu sein, das auf vereinfachten Erzählungen basiert.

    Die Frage lautet:


    Was ist der Mensch?


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    • 3 min
    Digitalität ist die Haltung, die wir benötigen

    Digitalität ist die Haltung, die wir benötigen

    Ich habe mir mal wieder einen Begriff gemacht und widme mich in dieser Folge pointiert dem Dreiklang aus Digitalisierung, Digitalität und Digitalismus. Die Überschrift nimmer es vorweg. Ich empfehle Digitalität. Aber was bedeutet Digitalismus. 


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    • 6 min

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